Tierschutzdienst

Der Tierschutzdienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist beim LALLF angesiedelt. Hier nimmt er seine ihm übertragenden Aufgaben wahr, wie etwa

  • die Erarbeitung tierschutzfachlicher Stellungnahmen, die sich auf Grundsatzfragen des Tierschutzrechtes, auf unterschiedliche Haltungsformen für die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere oder auf die art- und verhaltensgerechte Haltung anderer Haus- und Heimtiere beziehen,
  • die Bewertung von Haltungsmöglichkeiten für Tiere,
  • die Beurteilung von Transportbedingungen und
  • das sachgerechte Betäuben und Töten von Tieren.

Tierversuchswesen

Tierversuche im Sinne des Tierschutzgesetzes sind alle Eingriffe und Behandlungen zu Versuchszwecken an Tieren oder am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für diese Tiere verbunden sein können. Die Durchführung von Tierversuchen bedarf grundsätzlich einer Genehmigung durch die zuständige Behörde.

Das LALLF nimmt diese Zuständigkeit auf der Grundlage landesrechtlicher Bestimmungen für Tierversuchsvorhaben wahr, die im Land M- V durchgeführt werden. Dabei unterliegt der Ablauf des  Genehmigungsverfahrens den konkreten Vorgaben des Tierschutzgesetzes. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Zusammenarbeit des LALLF mit der Kommission nach §15 Tierschutzgesetz. Aufgabe dieser Kommission ist es, die Behörde bei der Entscheidung über die Genehmigung von Tierversuchen vor allem aus wissenschaftlich- fachlicher Sicht zu beraten.

In Einzelfällen, die im Tierschutzgesetz besonders geregelt sind, wird die Genehmigungspflicht für Tierversuchsvorhaben durch eine Anzeigepflicht ersetzt. 

Das LALLF ist für die Entgegennahme und Bearbeitung dieser Anzeige zuständig.

Zum Beispiel:

      • Organentnahmen zum Zweck der Transplantation, des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter Organe (§ 6 TierSchG);
      • Eingriffe und Behandlungen an Tieren zum Zweck der Aus-, Fort- und Weiterbildung ( § 10 TierSchG);
      • Biotechnische Verfahren, beispielsweise zur Herstellung von Impfstoffen und Immunseren, die routinemäßig durchgeführt werden und nicht vordergründig dem Erkenntnisgewinn dienen (§10a TierSchG)

Weiterhin ist das LALLF zuständige Behörde für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen die im Zusammenhang mit Tierversuchsvorhaben stehen (betrifft berufliche Qualifikation beteiligter Personen und Verwendung von nicht zu Versuchszwecken gezüchteten Tieren) und für die Genehmigung der Einfuhr von Wirbeltieren zu Versuchszwecken aus Drittländern.



zuletzt geändert am: 22.02.2011